Silbersee 2 100 Jahre 1994
Teil: 19 / Immer wieder zieht es viele Badegäste dorthin, wo das Baden verboten ist? Wie zum Silbersee 2.
Das, was besonders auffällt, ist, dass es in den Zeitungen keine Berichte gibt, in denen Badegäste Anzeige erstattet haben. Grund dafür gab es damals genug, wenn man es mit heute vergleicht. Warum auch? Wenn diese damals angezeigt worden wäre, wäre man ja selbst in die Zwickmühle des Verbotenen gekommen. Die Devise war (?) damals: „Wegsehen.“
So berichtet die Dülmener Zeitung am 06.07.1994.
Haltern (thl). Alle Jahre wieder strömen die Menschenmassen zum Silbersee, um Erholung und Erfrischung zu suchen. Alle Jahre wieder ist der Silbersee aber auch das Ziel von Randalierern und Vandalen, die oftmals Verwüstung hinterlassen.
Erster unrühmlicher Saison-Höhenpunkt war am Wochenende die Zerstörung eines Baggers. Er wurde aufgebrochen und in Brand gesetzt. Jetzt hat es nur noch Schrottwert.
Polizei und Ordnungsamt stehen dem Treiben hilflos gegenüber. Die aufgestellten Verbotsschilder werden allenfalls belächelt. Zäune und Abgrenzungen werden umgangen und niedergewalzt. Viele Badende lassen sich dort nieder, wo es besonders gefährlich ist – in unmittelbarer Nähe der Böschungsabbrüche (Foto: Nordseite Ubk). „Wer dort badet, muss wissen, dass er etwas Verbotenes tut“, stellt Halterns Ordnungsamtsleiter H. K. fest. Mehr kann er nicht tun. Aus personellen Gründen sei es völlig undenkbar, das Zutritts- und Badeverbot durchzusetzen. Ähnlich sieht es die Polizei, die aber immerhin Präsenz zeigt. Durch Patrouillen in den Abendstunden soll vor allem das illegale Übernachten verhindert werden. Dabei war es in der Vergangenheit häufiger zu Eigentumsdelikten und Prügeleien gekommen. Ansonsten gelten die Maßnahmen vor allem dem ruhenden Verkehr. Am vergangenen Wochenende wurden einige Autos abgeschleppt, die Feuerwehrzufahrten blockierten. Fahrzeughalter, die ihren Wagen ordnungswidrig abgestellt hatten, wurden verwarnt.

Teil: 19 / Immer wieder zieht es viele Badegäste dorthin, wo das Baden verboten ist? Wie zum Silbersee 2.
Das, was besonders auffällt, ist, dass es in den Zeitungen keine Berichte gibt, in denen Badegäste Anzeige erstattet haben. Grund dafür gab es damals genug, wenn man es mit heute vergleicht. Warum auch? Wenn diese damals angezeigt worden wäre, wäre man ja selbst in die Zwickmühle des Verbotenen gekommen. Die Devise war (?) damals: „Wegsehen.“
So berichtet die Dülmener Zeitung am 06.07.1994.
Haltern (thl). Alle Jahre wieder strömen die Menschenmassen zum Silbersee, um Erholung und Erfrischung zu suchen. Alle Jahre wieder ist der Silbersee aber auch das Ziel von Randalierern und Vandalen, die oftmals Verwüstung hinterlassen.
Erster unrühmlicher Saison-Höhenpunkt war am Wochenende die Zerstörung eines Baggers. Er wurde aufgebrochen und in Brand gesetzt. Jetzt hat es nur noch Schrottwert.
Polizei und Ordnungsamt stehen dem Treiben hilflos gegenüber. Die aufgestellten Verbotsschilder werden allenfalls belächelt. Zäune und Abgrenzungen werden umgangen und niedergewalzt. Viele Badende lassen sich dort nieder, wo es besonders gefährlich ist – in unmittelbarer Nähe der Böschungsabbrüche (Foto: Nordseite Ubk). „Wer dort badet, muss wissen, dass er etwas Verbotenes tut“, stellt Halterns Ordnungsamtsleiter H. K. fest. Mehr kann er nicht tun. Aus personellen Gründen sei es völlig undenkbar, das Zutritts- und Badeverbot durchzusetzen. Ähnlich sieht es die Polizei, die aber immerhin Präsenz zeigt. Durch Patrouillen in den Abendstunden soll vor allem das illegale Übernachten verhindert werden. Dabei war es in der Vergangenheit häufiger zu Eigentumsdelikten und Prügeleien gekommen. Ansonsten gelten die Maßnahmen vor allem dem ruhenden Verkehr. Am vergangenen Wochenende wurden einige Autos abgeschleppt, die Feuerwehrzufahrten blockierten. Fahrzeughalter, die ihren Wagen ordnungswidrig abgestellt hatten, wurden verwarnt.

