100 Jahre Silbersee 2 Sythen (Haltern am See)
Immer einen Schritt voraus Silbersee 2 100 Jahre 1927-2027

Silbersee 2 100 Jahre 1952 -1953

 Teil 7/ In den 1960ern kamen schon über 1000 Leute zum Silbersee 2.

Das Badeverbot an den Baggerlöchern hat nur wenig Sinn Ab den 1960ern zählte man schon am Silbersee 2 vierstellige Zahlen. Auch als die See mittlerweile einen Stechdrahtzaun hatten, ließen sich die „Gäste“ nicht davon abhalten den See zu betreten. Entweder man klettert über den Zaun oder man zerschneidet ihn.
Auch Vandalismus rund um die Silberseen mit Beeinträchtigung der Natur (Müllberge, Feuergefahr u. a.) und auch Beschädigungen von Technikeinrichtungen nahmen besorgniserregende Ausmaße an.
So richteten z. B. einen Schaden an der Rohleitung an.
Hier ein Bericht aus der Dülmener Zeitung: So richteten z. B. einen Schaden an der Rohleitung an.
Die Baggerteiche der Sandwerke sind von jeher ein beliebter Tummelplatz vieler Badegäste. Obwohl das Baden dort nicht erlaubt ist und auf eigene Gefahr geschieht, duldete man es stillschweigend. Dieses Entgegenkommen wurde leider schon wiederholt schlecht belohnt, da manche Badegäste in ihrer Unvernunft dem Unternehmen beträchtlichen Schaden zufügten. Neben den Schildern, die zerstört werden, weil sie verkünden, dass das Baden verboten sei, wurde in den vergangenen Jahren ein wertvolles Transportband entwendet. Doch den Gipfel leisteten sich am Sonntag einige Badegäste. Sie kletterten aus dem Wasser auf die Rohrleitung, die zum Transport des Sandes benötigt wird, und wippten darauf, so lange, bis die Rohre durchbrachen. Dem Werk wurde durch einen Sachschaden von ca. 3000 DM zugefügt. Man verständigte die Bereitschaftspolizei Recklinghausen, doch konnte diese nicht kommen, da sie schon anderweitig im Einsatz war. Daraufhin erschienen zwei Polizeibeamte aus Haltern, die sich allerdings gegenüber den vielen Badegästen nicht durchzusetzen vermochten.
Originaler Artikel aus der Dülmener Zeitung vom 18.08.1953

Teil 6/ Immer wieder hieß es „Baden verboten“.Da diese Aufforderung bei den Badengästen nicht angekommen ist, ging die Sandwerke 1952 einen besonderen Schritt.Die Betriebsleitung der Sandwerke sieht sich gezwungen, erneut darauf hinzuweisen, dass das Baden in den Baggerteichen nicht gestattet ist. Wegen der großen Tiefen in den Baggerseen ist das Baden darin lebensgefährlich Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf eine Anzeige in unserem heutigen Inseratenteil.Dülmener Zeitung, 05.07.1952