100 Jahre Silbersee 2 Sythen (Haltern am See)
Immer einen Schritt voraus Silbersee 2 100 Jahre 1927-2027

Silbersee 2 100 Jahre 1968

Teil 11 / „Köln“ schwimmt jetzt auf dem Silbersee 2 /1968.
340 Tonnen schwer, Arbeitsleistung pro Stunde: 1200 Tonnen Quarzsand.
Der Schneidkopfsaugbagger „Köln“ war von 1967 bis 1968 schon auf dem Silbersee 3 aktiv. Das Baggerschiff „Köln“ bestand aus fünf Einzelteilen und konnte jederzeit zerlegt werden und in einem anderen See eingesetzt werden. Insgesamt hatte das Schiff eine Länge von 30 Metern und eine Breite von 10 Metern, seine Höhe betrug ca. 17 Meter. Das Schiff hatte zwei Pumpen mit 1000 PS.
Diese Motoren wurden elektrisch angetrieben, um einer Verschmutzung von Trinkwasserschutzgebieten durch Dieselmotoren vorzubeugen. So die Quarzwerke.
Der damalige Transport der Einzelteile erfolgte auf der alten Eisenbahnstrecke, die heute noch zum Teil vorhanden ist.
Das größte Gewicht eines Pontons wurde über die Straße transportiert. Das Teil war 4 Meter breit und 10 Meter lang und hatte ein Gewicht von ca. 55 Tonnen. Der Zusammenbau des Schwimmbaggers am Silbersee 2 dauerte „nur“ acht Tage. Der damalige Transport der Einzelteile erfolgte auf der alten Eisenbahnstrecke, die heute noch zum Teil vorhanden ist.
Danach wurde das 340 Tonnen schwere Schiff mit luftgefüllten Nylonsäcken gehoben und von zwei Planierraupen ins Wasser gezogen. Die zwei Pumpen der „Köln“ förderten damals in einer Stunde 1200 Sand. Das entsprach 48–30 Tonnen Eisenbahnwaggons.
Es dauerte eine Viertelstunde, bis das Gemisch aus Quarzsand und Wasser durch das Rohr jagte und im 3 Kilometer entfernten Silbersee 3 ankam. Dort wurde die herübergepumpte Menge von den Schiffen „Dülmen“ und „Haltern“ in die Aufbereitungsanlage befördert.
Um den Grundwasserspiegel nicht zu beeinflussen, wurde das Wasser, damals noch durch dieselbe Leitung, zurück gepumpt.
Foto: Weihnachtsheft: 1969