100 Jahre Silbersee 2 Sythen (Haltern am See)
Immer einen Schritt voraus Silbersee 2 100 Jahre 1927-2027

Silbersee 2 100 Jahre 1988 2

Teil 17 / 1988 wurde zum erste Mal Ernsthaft über ein reales Baden in den Silberseen diskutiert.
Quellentext: Dülmener Zeitung 27.8.1988
Klärung des "Silbersee-Problems" hat noch einen langen Weg vor sich, WASAG -Gutachten über Sicherheitsbedürfnis.
Haltern (roro). Viel Geduld werden die Anwohner des Silbersees aufbringen müssen. Bei der Beratung ihres Bürgerantrages fordern die 98 Anrainer, dass die über Federführung des KVR geplanten Maßnahmen möglichst schnell verwirklicht werden, dass es bis zu einer eventuellen (!) Beruhigung des Silbersee noch ein weiter Weg ist. Wie der technische Beigeordnete Haus von Rüden mitteilte, wird es Spätherbst werden, bis das entsprechende Gutachten über das Sicherheitsbedürfnis der WASAG vorliegen wird … „Das Problem“, so von Rüden, „ist nicht in kurzer Zeit machbar.“ Ausschussvorsitzender J. Kloth betonte: Dem Regierungspräsidenten und den KVR ist diese Tatsache auch bewusst, andere haben nur Haltern das Problem in die Schuhe geschoben. Hans von Rüden teilte weiter mit, dass erst nach der Vorlage des Gutachtens der WAS AG-Sicherheitsinteressen das für die Errichtung des geplanten Parkplatzes an der A43-Ausfahrt in Lavesum notwendige Bauleitplanverfahren eingeleitet werden könne. Dessen Durchführung werde ein Jahr in Anspruch nehmen. Gleichzeitig damit werden Umweltverträglichkeitsstudien durchgeführt. Voraussetzung für derartiges Verfahren sei aber, dass das WASAG-Gutachten positiv ausfalle. Der Ausschuss verweist schließlich auf den Beschluss des Rates der Stadt Haltern vom 13.6.1988, der dem KVR-Konzept unter gewissen Bedingungen zustimmt.
Breiten Raum nahm dann die Diskussion über das Thema „Umweltschonende kommunale Entwicklung im Lipperaum der Städte Marl, Dorsten und Haltern“. Die drei Städte wollen auf Initiative von Marl eine gemeinsame, aufeinander abgestimmte Konzeption einer umweltschonenden Kommunalentwicklung in diesem Raum entwickeln. Bei Enthaltung der Grünen und eines SPD-Mitgliedes beschloss der Ausschuss die Vergabe eines entsprechenden Planungsauftrages an die Forschungsgruppe TRENT-Umwelt an der Dortmunder Universität. Die Kosten hierfür belaufen sich auf runde 184 000 Mark, der Anteil Halterns auf 20 Prozent der Gesamtkosten des Zukunfts-Investitionsprogramms Montanunion (ZIM) getragen werden entfallen auf Haltern 7400 DM. Die Grünen enthielten sich der Stimme, weil ihnen die TRENT-Forschungsgruppe zu industriefreundlich ist und sie fürchten, dass auf die bereits von TRENT vorgegebenen Prämissen nicht von der geplanten Arbeitsgruppe der drei Städte und deren parlamentarischen Gremien genügend Einfluss genommen werden kann.
Luftaufnahme: Luftbilder. Geoportal. Ruhr Silbersee 2 1983-1985
 
 
 
 
 
 
 


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