Silbersee 2 100 Jahre 1982 2
Teil 14 / Viele Gefahrenpunkte verbergen sich im Silbersee 2! Auch noch heute auf der Nord-Westseite.
Immer wieder tauchen bis zu zweimal in einem Jahr solche Zeitungsartikel auf.
Kein Wunder, 1982 gab es schon fünf Badeunfälle mit Todesfolge am Silbersee 2.
Auch staune ich immer wieder, wenn Leute hier posten. Früher war es hier am Silbersee 2 sauber. Ich (B.L.) und die Zeitungen sind da ganz anderer Meinung!
Am Baggersee lauern für Badegäste versteckte und heimtückische Gefahren.Ein Bericht in zwei Teilen / Archiv Dülmener Zeitung / 24.07.1982. In diesem Jahr ist bereits ein Schwimmer im Silbersee ertrunken/Verletzungen.Dülmen (dkm). Immer mehr Dülmener Bürger treibt es während der derzeitigen Schönwetterperiode nicht mehr in überfüllte Freibäder, sondern zu den nahgelegenen Baggerseen in Hausdülmen oder zum Dortmund-Ems-Kanal nach Hiddingsel. Hier vergnügen sie sich in der freien Natur und frönen doch gleichzeitig einem mitunter gefährlichen Vergnügen, denn nicht wenige bezahlen dieses „kostenlose“ Baden mit ihrem Leben.
Allein am Silbersee in Hausdülmen musste in diesem Jahr ein Mensch das Baden mit dem Tod bezahlen. Ein Schwimmer, der die Gefahren des Baggersees auch unterschätzte, konnte mit Wiederbelebungsversuchen gerettet werden.
Doch dies sind nur die Unglücksfälle, die in der Öffentlichkeit Aufsehen erregen. Andere „kleinere“ Verletzungen, die durch liegengebliebenen Abfall (Flaschen, Scherben usw.) entstanden sind, tauchen in dieser Statistik nicht auf. So mußte die Dülmener Feuerwehr eine Frau ins Krankenhaus einliefern, die der Sorglosigkeit anderer „Badegäste“ zum Opfer gefallen war und sich an einer Glasflasche den Fuß verletzte.
Solche und ähnliche Unglücksfälle werden aus fast allen Teilen Deutschlands gemeldet. Dabei wäre das Leben der meisten Ertrunkenen nach Ansicht von Experten der DLRG zu erhalten gewesen, wenn sie sich auf die Gefahren in und an diesen Seen eingestellt hätten.
Dass es die Badefreunde immer wieder an die Baggerseen zieht, liegt wohl insbesondere an den oft idealen Wasserverhältnissen. Meist plätschert da noch reines, sauberes Nass. Ein anderer Gesichtspunkt für den Besuch von Baggerseen dürfte auch die Kostenfrage sein.
„Bevor ich in einem Freibad für meine vierköpfige Familie Eintritt zahle, um dann wie ein Hering eingepfercht auf einer Wiese zu liegen, ziehe ich doch einen Baggersee vor“, so oder ähnlich könnte die Überlegung einer Familie, die diese Seen besucht, aussehen.
Doch Vorsicht heißt es schon beim Betreten des Ufers. Aber geradezu heimtückisch gefährlich erweist sich das Gelände, wenn es noch nicht bergerichtet ist und der See zum Baden noch nicht freigegeben wurde. Da kann es, so wird gewarnt, zu Uferabbrüchen kommen. Und diese Mini-Lawine gefährde nicht nur die Spaziergänger, sondern begrabe auch die Schwimmer unter sich, die darunter Bahnen ziehen.
Die größte Gefahr der Baggerseen liegt nach Ansicht der Experten in den sogenannten „Sprungschichten“. Das heißt, es gibt dort scharf abgegrenzte Wasserschichten mit Temperaturunterschieden von manchmal mehr als zehn Grad. Aber es können auch geringere Wärmeschwankungen einen Schwimmer gefährden. Im schlimmsten Fall droht ein Herz- und Kreislaufkollaps. Ängstliche Naturen geraten durch die Kälte auch leicht in Panik, dem schwimmenden Feind des Schwimmers.
Unten: So sahen die ersten Verbotsschilder an den Silberseen aus.

Teil 14 / Viele Gefahrenpunkte verbergen sich im Silbersee 2! Auch noch heute auf der Nord-Westseite.
Immer wieder tauchen bis zu zweimal in einem Jahr solche Zeitungsartikel auf.
Kein Wunder, 1982 gab es schon fünf Badeunfälle mit Todesfolge am Silbersee 2.
Auch staune ich immer wieder, wenn Leute hier posten. Früher war es hier am Silbersee 2 sauber. Ich (B.L.) und die Zeitungen sind da ganz anderer Meinung!
Am Baggersee lauern für Badegäste versteckte und heimtückische Gefahren.Ein Bericht in zwei Teilen / Archiv Dülmener Zeitung / 24.07.1982. In diesem Jahr ist bereits ein Schwimmer im Silbersee ertrunken/Verletzungen.Dülmen (dkm). Immer mehr Dülmener Bürger treibt es während der derzeitigen Schönwetterperiode nicht mehr in überfüllte Freibäder, sondern zu den nahgelegenen Baggerseen in Hausdülmen oder zum Dortmund-Ems-Kanal nach Hiddingsel. Hier vergnügen sie sich in der freien Natur und frönen doch gleichzeitig einem mitunter gefährlichen Vergnügen, denn nicht wenige bezahlen dieses „kostenlose“ Baden mit ihrem Leben.
Allein am Silbersee in Hausdülmen musste in diesem Jahr ein Mensch das Baden mit dem Tod bezahlen. Ein Schwimmer, der die Gefahren des Baggersees auch unterschätzte, konnte mit Wiederbelebungsversuchen gerettet werden.
Doch dies sind nur die Unglücksfälle, die in der Öffentlichkeit Aufsehen erregen. Andere „kleinere“ Verletzungen, die durch liegengebliebenen Abfall (Flaschen, Scherben usw.) entstanden sind, tauchen in dieser Statistik nicht auf. So mußte die Dülmener Feuerwehr eine Frau ins Krankenhaus einliefern, die der Sorglosigkeit anderer „Badegäste“ zum Opfer gefallen war und sich an einer Glasflasche den Fuß verletzte.
Solche und ähnliche Unglücksfälle werden aus fast allen Teilen Deutschlands gemeldet. Dabei wäre das Leben der meisten Ertrunkenen nach Ansicht von Experten der DLRG zu erhalten gewesen, wenn sie sich auf die Gefahren in und an diesen Seen eingestellt hätten.
Dass es die Badefreunde immer wieder an die Baggerseen zieht, liegt wohl insbesondere an den oft idealen Wasserverhältnissen. Meist plätschert da noch reines, sauberes Nass. Ein anderer Gesichtspunkt für den Besuch von Baggerseen dürfte auch die Kostenfrage sein.
„Bevor ich in einem Freibad für meine vierköpfige Familie Eintritt zahle, um dann wie ein Hering eingepfercht auf einer Wiese zu liegen, ziehe ich doch einen Baggersee vor“, so oder ähnlich könnte die Überlegung einer Familie, die diese Seen besucht, aussehen.
Doch Vorsicht heißt es schon beim Betreten des Ufers. Aber geradezu heimtückisch gefährlich erweist sich das Gelände, wenn es noch nicht bergerichtet ist und der See zum Baden noch nicht freigegeben wurde. Da kann es, so wird gewarnt, zu Uferabbrüchen kommen. Und diese Mini-Lawine gefährde nicht nur die Spaziergänger, sondern begrabe auch die Schwimmer unter sich, die darunter Bahnen ziehen.
Die größte Gefahr der Baggerseen liegt nach Ansicht der Experten in den sogenannten „Sprungschichten“. Das heißt, es gibt dort scharf abgegrenzte Wasserschichten mit Temperaturunterschieden von manchmal mehr als zehn Grad. Aber es können auch geringere Wärmeschwankungen einen Schwimmer gefährden. Im schlimmsten Fall droht ein Herz- und Kreislaufkollaps. Ängstliche Naturen geraten durch die Kälte auch leicht in Panik, dem schwimmenden Feind des Schwimmers.
Unten: So sahen die ersten Verbotsschilder an den Silberseen aus.

