Silbersee 2 100 Jahre 1982
Teil 13 / Die Sprengungen im Silbersee 2 haben ein Ende.
Riesenkräne hievten den Ausleger an seinen Platz.
Hausdülmen (dkm). „Meinen besonderen Dank möchte ich der Hausdülmener Bevölkerung aussprechen, die sich bei den Sprengungen in den letzten Wochen sehr einsichtig gezeigt hat.“ bedankte sich der Werksleiter der Quarzwerke Hausdülmen, Jakob Hall, für das tolerante Verhalten der Anwohner, die durch 40 Sprengungen täglich erheblich gestört wurden.
„Die Bevölkerung hätte auch die Arbeiten aufgrund des Immissionsschutzgesetzes zum Stopp bringen können“, fuhr er fort.
Durch den Ausfall eines Schwimmbaggers, an dem der Baggerausleger zu Bruch gegangen war, war es notwendig geworden, die Produktion von Quarzsand mittels Sprengungen aufrechtzuerhalten.
Bis zum Mittwoch finden jedoch all diese Unannehmlichkeiten ihr Ende, denn mit zwei riesigen Teleskopkränen wurde das speziell angefertigte Ersatzteil inzwischen an den Schwimmbagger gesetzt. Somit entfallen weitere Sprengungen, die Belästigung der Bevölkerung ist zu Ende.
Diese Reparatur war eine sehr kostspielige Angelegenheit. Die Kosten belaufen sich nach Angaben der Werksleitung auf 500.000 DM. Die Kräne, deren Herstellung 1,8 Millionen DM verschlang, sind Spezialanfertigung und können ein Gewicht von 200 Tonnen heben.
Quellentext: Dülmener Zeitung / 01.02.1982
Foto Ubk: Schiff "Köln" Silbersee 2 1980

